KOMCOM OST 2009 (15. - 16. September 2009): Die Kommunen im Osten feierten ihren wichtigsten Treffpunkt!

- Die Aussteller zeigten sich dank der hohen Besucherfrequenz mit dem Messeergebnis zufrieden

- Eröffneten die KOMCOM OST 2009: Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig, Hans Rosenberger, Geschäftsführer der KOMCOM Messe GmbH, Dr. Michael Wilhelm, Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums des Innern (v.l.n.r.)

- In über 100 Workshops konnten sich die Fachbesucher über die aktuellen Themen der Öffentlichen Verwaltung informieren.

- Während organisierter Rundgänge stellten die Aussteller den Bürgermeistern kurz ihr Portfolio vor.

- Interessante Beiträge der Fachreferenten fesselten die Zuhörer beim 1.Forum für Facility Management

- Gut besucht - Das Praxisforum zur Umsetzung der EU-DLR

- Fand bereits zum fünften Mal in Leipzig statt: KOMCOM OST
Dienstag, 15.09.09:
Der 1. Tag der Jubiläumsausgabe der KOMCOM OST begann mit einem starken Zuspruch der kommunalen Entscheider: Rund 80 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Bayern trafen sich in der Leipziger Messe zum Bürgermeisterforum der KOMCOM OST 2009.
Eröffnet wurde die Messe vom Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, Dr. Michael Wilhelm, der den aufgrund der letzten Kabinettssitzung verhinderten Innenminister Buttolo vertrat, und dem Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung.
Der Staatssekretär bescheinigte der KOMCOM OST zum fünfjährigen Bestehen ein „Riesenerfolg“ zu sein und zog Parallelen zu der vor rund 20 Jahren begonnenen sächsischen Verwaltungsreform, die ebenfalls eine positive Bilanz ziehen könne. „Nachhaltiges E-Government ist der Motor für die Modernisierung der Verwaltung“, so Dr. Wilhelm. Dies gelänge nur, wenn die verschiedenen Verwaltungsebenen miteinander kooperieren. Eine zentrale Rolle spiele dabei auch die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie. Die Festlegung des einheitlichen Ansprechpartners (EAP) in der Landesdirektion Leipzig, das Kommunale Datennetz Sachsen und das Sächsische Verwaltungsnetz (SVN) sind wichtige Grundsteine zur erfolgreichen Umsetzung. Nun sei es an den Kommunen, ihrerseits nach zu ziehen.
Oberbürgermeister Burkhard Jung warnte vor den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die die Kommunen in den nächsten drei Jahren einholen werde. Die Effekte von geringeren Steuereinnahmen und weitestgehend „ausgelutschten“ Sparmaßnahmen könnten nur über eine Modernisierung und Neuorganisation der Verwaltung aufgefangen werden. „Die Aussteller und Workshops der KOMCOM liefern hierzu gute Anstöße und Lösungsvorschläge“, so Jung weiter. Die wichtigsten Problemfelder sieht der Oberbürgermeister in der Durchsetzung des Konnexitätsprinzips bei gleichzeitiger kommunaler Finanznot und in der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzwesens/Doppik. Dieser Prozess sei noch längst nicht abgeschlossen und völlig ergebnisoffen. Damit hätten die Diskussionen und der Austausch der kommunalen Vertreter auf der KOMCOM OST auch eine politische Dimension, meinte Jung abschließend.
Die Geschäftsführer der KOMCOM Messe GmbH, Hans Rosenberger und Klaus Ruffing, wiesen darauf hin, dass das Portfolio ihrer Veranstaltungen mit den Themen „Energie & Licht“ und in den Bereichen „Entwicklung ländlicher Raum“ und „Tourismus“ konzeptionell erweitert wurde bzw. wird. Eine stärkere Zusammenarbeit mit den Bundesländern und den kommunalen Spitzenverbänden bietet große Chancen für das neue Veranstaltungskonzept „KomZu RLP- Kommunale Zukunft Rheinland-Pfalz“, das am 16. und 17. November 2009 in Mainz Premiere feiert. (www.komzurlp.de)
Bei den nach der Eröffnung stattgefundenen Rundgängen nutzten die Bürgermeister die Möglichkeit, sich kurz und prägnant bei den Anbietern kommunaler IT-Lösungen über deren Portfolio zu informieren. In den Fachvorträgen des Bürgermeisterforums wurden den Teilnehmern die kommunalen Handlungsoptionen im Bereich der Energieeffizienz und bei den Konzessionsverträgen für Strom und Gas aufgezeigt.
Mittwoch, 16.09.2009
Der verheißungsvolle Auftakt mit dem ersten Messetag setzte sich auch am Mittwoch fort und die Stände der Aussteller waren gut besucht.
Am 2. Messetag fand das 1. Forum für Facility Management bei der KOMCOM OST 2009 statt. Ziel des Forums war es, der öffentlichen Verwaltung einen Weg hin zum nachhaltigen Umgang mit ihren Immobilien aufzuzeigen. Dazu wurde anhand von praktischen Beispielen dargestellt, wie die verschiedenen Prozesse rund um das Thema „Facility Management“ ineinandergreifen und welche Potenziale durch intelligente Integrationslösungen in der öffentlichen Verwaltung vorhanden sind. Die Aufgabenstellungen eines nachhaltigen Facility Managements sind vielschichtig und reichen von der Erstellung eines Energiekonzeptes über Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen bis hin zur nachhaltigen Dokumentation und schließlich auch Auswertung durchgeführter Sanierungsmaßnahmen (Stichwort Energiecontrolling). Ebenso im Fokus standen aber auch Themen wie „Sicherheit in Schulen“ oder die generelle Frage nach dem gezielten Einsatz der Finanzmittel. Die KOMCOM Messe GmbH widmete dem Thema daher bei der KOMCOM OST 2009 eine eigene Plattform.
Ein weiterer Schwerpunkt des 2. Messetages war die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, die in einem Praxisforum mit Podiumsdiskussion unter Beteiligung der Innenministerien Sachsens und Sachsen-Anhalts näher beleuchtet wurde. Dass der Informations- und Diskussionsbedarf in dieser Frage nach wie vor sehr hoch ist, zeigte sich in der großen Anzahl der Teilnehmer: Rund 100 Besucherinnen und Besucher verfolgten alleine diese Veranstaltung.
Aber auch die anderen Praxisforen, wie z.B. zur Geodateninfrastruktur und zur IT-Sicherheit, sowie die rund 100 Firmenworkshops der diesjährigen KOMCOM OST wurden von den kommunalen Fachbesuchern sehr gut angenommen. Mit den Anregungen aus den Vorträgen konnten die Fachbesucher die Umsetzbarkeit für die eigenen Verhältnisse anschließend mit den Ausstellern diskutieren.
Die Aussteller zeigten sich mit dem Messeergebnis sehr zufrieden und zahlreiche Firmen haben sich bereits für die Teilnahme an der nächsten KOMCOM Messe entschieden.
Christoph Klein, stv. Geschäftsführer der Kommunalen Datenzentrale Westfalen-Süd
Norman Tautenhahn, Prokurist der brain-SCC GmbH
Georg Günther, Ass.jur., Vertriebsbeauftragter
Stefan Mäder, Geschäftsführer Mäder Computersysteme GbR


Wir besuchen jedes Jahr die KOMCOM. Sie ist eine spezifische Messe für Kommunen, so daß man sich eingehend informieren kann. In einer Kommune herrscht kein Stillstand, man muß immer auf dem laufenden sein.